Bildung hinter Gittern - eine Chance auch für benachteiligte Frauen?
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132106
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Angebote der allgemeinen Bildung, der beruflichen Qualifizierung und der Weiterbildung im Strafvollzug geeignet sind, um den Integrationsprozess von Strafgefangenen in die Gesellschaft zu fördern. Um ein solches Bildungsprogramm entwickeln zu können, müssen die Bildungswege der Lernenden, deren Motivation sowie ihre Zukunftswünsche beachtet werden. Dies versucht die hier vorgestellte Studie am Beispiel weiblicher Inhaftierter, deren Problemlagen deutlich weniger als die von Männern in den Blick genommen werden. Es lassen sich drei Bildungstypen mit unterschiedlichen Zukunftsperspektiven unterscheiden, die von keinerlei bis zu vollständig durchlaufener 'bürgerlicher Bildung' reichen. Für sie werden unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen des Gefängnisses geeignete Bildungsangebote formuliert, die die Frauen in der Haft dort abholen, wo sie stehen und dorthin begleiten, wohin sie wollen. Die vorgestellte Untersuchung wurde im Sommer 2006 in einer Berliner Frauenvollzugsanstalt zu der Frage durchgeführt, inwieweit 'Bildung hinter Gittern' für diese Frauen eine Chance bietet, draußen wieder Fuß zu fassen. (BIBB-Doku)