Perspektiven zur Weiterentwicklung des Fernunterrichts : eine Problemanalyse zur Planung, Entwicklung und Durchführung von Fernlehrgängen am Beispiel des Modellfernlehrgangs Elektronik des Bundesinstituts für Berufsbildung

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Berlin u.a.

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Abstract

Am Beispiel der Planung, Entwicklung und Durchführung des Fernlehrgangs Elektronik (MFL) wird dargestellt, von welchen Voraussetzungen ein innovativer Ansatz im Fernunterricht ausgehen muss, auf welche Erkenntnisse er sich stützen kann und von welchen theoretischen Vorstellungen einzelne Projektphasen und Lehrgangselemente abgeleitet werden können. Darüber hinaus wird im einzelnen gezeigt, dass ausgehend von vorbefindlichen und im Projekt selbst erarbeiteten Forschungsergebnissen die didaktische und methodische Qualität des Fernunterrichts weiterentwickelt werden kann. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass die für den MFL gewählte didaktische Konzeption der Kombination von schriftlichen Fernlehrmaterialien, technischen Übungsmaterialien (Elektronik-Baukasten), begleitenden Seminaren und selbstgesteuerter Kleingruppenarbeit zu einer hohen Akzeptanz bei den Teilnehmern und einer hohen Erfolgsquote führte. Weiterhin ist festzuhalten, dass der Lehrgangserfolg weniger von soziografischen Merkmalen der Teilnehmer wie z.B. höherer Schulabschluss, sondern vor allem von ihrer Beteiligung an aktivierenden und interaktiven Elementen des Lehrgangs wie der Fremdkontrolle, den Seminaren und der Kleingruppenarbeit abhing. Die hohe Beteiligung und Erfolgsquote von sonst weiterbildungsfernen Adressaten (Arbeiter/Facharbeiter) zeigen darüber hinaus, dass deren geringe Weiterbildungsteilnahme auch eine Folge des mangelnden zielgruppengerechten Angebots ist. Die Arbeit zeichnet erstmals für den Bereich des Fernunterrichts den Verlauf eines längerfristigen Lehrgangs auf, gibt Auskunft über das Lernverhalten, die Gestaltung und Veränderung der Lernprozesse der Teilnehmer und erlaubt es, erfolgsbestimmende individuelle Merkmale und Lehrgangselemente herauszuarbeiten. Die Ergebnisse verweisen insgesamt darauf, dass die Qualität des Fernunterrichts mit Hilfe von Ansätzen der Problem- und Handlungsorientierung, durch didaktische Optimierung der schriftlichen Materialien, dem Einsatz von technischen Lernmitteln sowie dem offensiven Angebot von Lehrgangselemnten, die die Interaktion und Kommunikation im Lernprozess fördern (Optimierung der Fremdkontrolle, Einrichtung von begleitenden Seminaren und selbstgesteuerten Arbeitsgruppen) weiterentwickelt werden kann. Allerdings müssen diese Elemente in einem komplexen Ansatz ineinandergreifen, unabhängig voneinander oder einzeln angewendet können sie nicht wirksam zur Weiterentwicklung des Fernunterrichts beitragen. (Autorenreferat)

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Zugl.: Diss.

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