"Durchlässigkeit" in Bildung und Berufsbildung : Begriff, Begründungen, Modelle und Kritik
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Abstract
In der öffentlichen und politischen Debatte um die Modernisierung des Bildungs- und Berufsbildungssystems hat das Thema Durchlässigkeit eine herausragende Bedeutung. Übergänge an den Schnittstellen zwischen Bildungsteilbereichen in Deutschland sind häufig sehr schwierig. So ist etwa der Übergang von der betrieblich-beruflichen Bildung in die Hochschulbildung erschwert, aber auch die Übergänge zwischen den verschiedenen Formen der Allgemeinbildung und innerhalb der beruflichen Bildung sind zum Teil mit hohen Hürden verknüpft. Die Abschottung zwischen unterschiedlichen Bildungs- und Ausbildungswegen erschweren die Bildungsmobilität und damit auch die Chance der sozialen Integration und des Aufstiegs. Im Beitrag wird das Thema Durchlässigkeit in den historischen, bildungspolitischen und wissenschaftlichen Entwicklungs- und Begründungszusammenhang gestellt. Es werden die verschiedenen Argumentationsfiguren und Anlässe erörtert: Bildungszertifikate und Berechtigungsstrukturen, Chancengleichheit im Bildungssystem und das Argument der Gleichwertigkeit beruflicher und allgemeiner Bildung, Facharbeitermangel und Attraktivitätssteigerung beruflicher Bildung sowie international-vergleichendes Benchmarking und Europäische Berufsbildungspolitik. Im zweiten Teil geht es um die Frage der Durchlässigkeit an typischen Schnittstellen im deutschen Bildungssystem und denkbare Übergangs- und Anrechnungsmodelle, die im Rahmen einer nationalen Pilotintitiatve ausprobiert werden sollen. (BIBB-Doku)