La formation continue en Grande-Bretagne
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Abstract
"Seit 1979, als die konservative Regierung an die Macht kam, hat das britische Weiterbildungssystem eine allmähliche Deregulierung erfahren. Folglich spielt der Staat nur noch eine untergeordnete Rolle in den Aus- und Fortbildungsmassnahmen der Unternehmen. Dies wird am deutlichsten im Bereich der Weiterbildung, die scheinbar nur mehr der Verantwortlichkeit der Arbeitgeber und der Individuen untersteht. Dementsprechend gibt es kaum politische Instrumentarien, um die Unternehmenspraktiken zu ändern, und von staatlicher Seite besteht keine Meldepflicht, über die das Ausmass und die Entwicklung der Weiterbildungsmassnahmen beurteilt werden könnten. In diesem Beitrag wird der Einsatz der Weiterbildung anhand etlicher Fallstudien untersucht. Anschliessend wird sie, anhand von Erhebungen mit Unternehmen und zugleich mit Individuen, in einen grösseren Beurteilungsrahmen hinsichtlich ihrer Bedeutung und ihrer Anwendung in Grossbritannien gestellt. Folgende Schlussfolgerung ergibt sich: obwohl die Fallstudien die Integration der Ausbildungsstrategien und der Geschäftsplanung gezeigt haben, bleibt die Weiterbildung den Führungskräften, den Facharbeitern und dem technischen Personal vorbehalten. Der Grossteil der als solche erkannten Weiterbildungsmassnahmen, betrifft eher die Ausrichtung auf Kundendienstleistungen, die unternehmensinterne Vermittlung des Know-hows sowie kommerzielle Zielsetzungen, als den Aufbau einer bestätigten und allgemein anerkannten Qualifizierung. Diese 'bildenden' Unternehmen stellen nur die 40% der in der Befragung 'Training in Britain' registrierten Arbeitgeber dar, die über einen Weiterbildungsetat verfügen, und nicht die 60%, die über keinen Etat verfügen. In einem gelockerten Weiterbildungssystem wird die Segmentierung des Arbeitsmarkts verstärkt und es bestehen kaum Mechanismen, um die exzellenten Praktiken der Weiterbildung auszuweiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)