Was kann ein standardisierter Berufseignungstest, was die Schulnoten nicht können? : eine quantitative Fallstudie zum Signalwert zweier Instrumente der Lehrlingsselektion
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157735
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Bern
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Abstract
In der Schweiz verlangen Ausbildungsbetriebe (Lehrfirmen) von Schulabgängerinnen und Schulabgängern vor dem Beginn einer Schnupperlehre einen Berufseignungstest. Jährlich absolvieren mehr als 30000 Lehrstellensuchende die Junior-Eignungsanalyse Multicheck des schweizweit größten Anbieters für Kompetenzanalysen von Jugendlichen. Ausgewertet werden die Fähigkeiten für die Berufsfelder Kaufleute, Technologie, Einzelhandel (Dienstleistung und Service), Gewerbe, Gesundheit und Soziales sowie Beauty. Die Studie geht den Fragen nach, inwiefern Multicheck und Volksschulnoten zur Vorhersage der späteren Berufsschulleistungen, der Wahrscheinlichkeit von unentschuldigten Absenzen in der Berufsschule, und zur Prognose der Wahrscheinlichkeit einer Lehrvertragslösung beitragen können. Der Hauptfokus liegt dabei auf den Berufsschulnoten. Die Resultate der Studie deuten darauf hin, dass der Multicheck einen wesentlich kleineren Signalgehalt aufweist als theoretisch zu vermuten ist, während es sich bei den Erkenntnissen zu den Schulnoten genau umgekehrt verhält. So ist der Schluss zulässig, dass Schulnoten unter Berücksichtigung kontextueller Gegebenheiten sehr wohl zur Lehrlingsselektion eingesetzt werden können". (Textauszug; BIBB-Doku)