Moderne Berufsbildung als Dreh- und Angelpunkt für die Organisation gesellschaftlicher Arbeit und die Gestaltung beruflicher Bildungsgänge
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143061
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Abstract
"Der europäische Integrationsprozess hat den Punkt längst überschritten, von dem aus es kein Zurück mehr gibt. Auch im Bildungsbereich, für den in den europäischen Verträgen ein Harmonisierungsverbot vereinbart wurde, schreitet die Ausgestaltung des europäischen Bildungsraumes, allen voran die hochschulische Bildung mit dem Bologna-Prozess, mit beachtlicher Geschwindigkeit voran. Betrachtet man die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre, dann vollziehen sich die Prozesse der Internationalisierung in allen gesellschaftlichen Sphären geradezu mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Wissenschaft, Technik, Industrie und Handel, ja sogar die Kunst, sind längst internationale Prozesse und Gegebenheiten. Gilt dies auch für den Bildungsbereich?" Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob bei der Herausbildung eines europäischen Berufsbildungsraumes die Tradition der dualen Berufsbildung eine strukturbildende Rolle spielen sollte und spielen kann. Diskutiert wird diese Frage anhand des Übergangs von der Schule in die Arbeitswelt. Die miteinander konkurrierenden Modelle des Übergangs unterscheiden sich wesentlich durch die Bedeutung, die den Berufen als dem organisierenden Prinzip für Arbeitsmärkte, für die betriebliche Arbeitsorganisation und für die betriebliche Bildung zukommen. Rauner nennt sechs gute Gründe, den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft auf das engste mit einem weiterentwickelten Berufsbildungssystem zu verbinden, das an der Dualität von Arbeiten und Lernen, von reflektierter Arbeitserfahrung und der Vermittlung von Arbeitsprozesswissen festhält. (BIBB-Doku)