Kiss, Bow, or Shake Hands : zur Entwicklung einer interkulturellen Handlungskompetenz in der kaufmännishen Aus- und Weiterbildung
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Abstract
Immer häufiger wird die zentrale Bedeutung einer interkulturellen Handlungskompetenz in der kaufmännischen Aus- und Weiterbildung betont. Die Trainingsmassnahmen zu ihrer Vermittlung basieren jedoch eher auf behavioristischen Lernkonzepten und sind curricular oftmals nicht auf die Belange der Lernenden abgestimmt. Als ein zentraler und gewichtiger Punkt wird das Fehlen einer systembezogenen Theorie angesehen, die das Phänomen "interkulturelle Interaktion" näher beschreibt und damit angemessene curricular- methodische Lehr-Lern- Konstruktionen ermöglicht. Als ein möglicher Lösungsvorschlag wird der ganzheitliche, integrative "Mindful Identity Negotiation"- Ansatz von Ting-Toomey (1999) herangezogen. Damit wird über die bisherigen Konzepte des Lernhandelns bzw. der Handlungsorientierung und analog über das "metakognitive Transferkonzept" (Kasuistik und Systematik) hinausgegangen. Es erfolgt eine Erweiterung des formellen Lernens durch Aspekte informellen Lernens i.S. sozialisierender Lernprozesse. Interkulturelle Handlungskompetenz wird in diesem Zusammenhang als "Aushandeln von Identitäten" in ökonomischen Kontexten verstanden. Für die Vermittlung einer interkulturellen Kompetenz bietet die Organisation der Lernziele und Lerninhalte in Lernfeldern, d.h. in realitätsnahe, fächerübergreifende Unterrichtseinheiten besonders gute Chancen. (BIBB2)