Qualitätsstandards, Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement in der Jugendsozialarbeit. Themenheft
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Abstract
Mit einem "Flächenbrand" vergleicht Ruth Enggruber die seit Mitte der 90er Jahre entfachte Diskussion um die Qualität der Sozialen Arbeit, insbesondere in der Jugendsozialarbeit. In den Beiträgen dieses Heftes geht es um verschiedene Dimensionen dieser Debatte: Qualitätsstandards, Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement auch unter Berücksichtigung historischer Bezüge. Im einleitenden Beitrag wählt Ruth Enggruber einen evaluationstheoretischen Zugang, um über Qualitätsfragen unter spezifisch sozialpädagogischen Gesichtspunkten nachzudenken. Harald Sauer beschreibt die Qualitätsentwicklung im Jugendaufbauwerk Schleswig-Holstein. Mit der Frage der Qualität in der Berufsausbildung befasst sich Per-Marcel Ketter. Er skizziert hierzu eine Reihe von Handlungsfeldern, die einer weiteren Diskussion und Ergänzung bedürfen, um daraus Qualitätsmerkmale unseres Berufsbildungssystems zu entwickeln und zu verankern. In der Qualitätsentwicklung, also dem ständigen Prozess der Sicherung von Qualität, sieht Roland Fehrenbacher eine wichtige Zukunftsaufgabe der Jugendsozialarbeit. Verschiedene Aktivitäten und Dimensionen der Qualitätssicherung, Qualitätsentwicklung und des Qualitätsmanagements thematisieren Walter Würfel, Horst Böschow und Thomas J. Feuerstein. Als neue Methode in der Jugendsozialarbeit stellt Süleyman Gögercin das Case Management vor, eine Weiterentwicklung der klassischen Einzelfallhilfe um Elemente der Gemeinwesenarbeit und des Netzwerkdenkens. Abschliessend setzt sich Reiner Prölss sehr kritisch mit der "neuen" Qualitätsdebatte in der Jugend auseinander.