Nichts wie weg?: Mobilitätsanforderungen und regionale Mobilität ostdeutscher Jugendlicher
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128422
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Abstract
Die Mobilität ostdeutscher Jugendlicher hat aufgrund der schwierigen Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation in den vergangenen Jahren zugenommen. Wie schlagen sich massive Einbrüche am Arbeitsmarkt, umfangreiche Förderprogramme und unterschiedliche Programmintentionen in den Biographien ostdeutscher Jugendlicher nieder? Um Antwort darauf geben zu können, wurden am Zentrum für Sozialforschung Halle im Rahmen des Projektes "ostmobil" die Bildungs- und Erwerbsbiographien ostdeutscher Jugendlicher erhoben und analysiert. Die daraus vorgestellten Befunde beruhen auf den Angaben der Jugendlichen, die zwischen 1980 und 1983 geboren wurden. Biografisch stehen sie zwischen der Programmatik regionaler Fachkräftesicherung der frühen 1990er Jahre und den zunehmenden Mobilitätsforderungen der späten 1990er Jahre. Im Ergebnis der Abwanderung Jugendlicher sehen sich die ostdeutschen Länder mit einer ernsten Gefährdung ihrer regionalen Reproduktionsfähigkeit konfrontiert, und von Seiten ostdeutscher Unternehmen mehren sich die Klagen, geeignete Fachkräfte auf den regionalen Arbeitsmärkten zu finden. Am ostdeutschen Beispiel deutet sich an, dass die herkömmlichen Übergangs- und Beschäftigungsformen in wirtschaftlich schwachen und durch drastische demografische Umbrüche gekennzeichneten Regionen erhebliche Destatibilisierungspotenziale mit sich bringen. (BIBB2)