Das "deutsche" dual-korporatistische Berufsausbildungsmodell vor den Herausforderungen der Globalisierung und der Standortkonkurrenz im europäischen Binnenmarkt
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Berlin
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Abstract
Wie das deutsche Sozialstaatsmodell, so steht auch das duale Berufsausbildungsmodell sowohl in einer globalen als auch in einer speziell europäisch geprägten Konkurrenzsituation. Der Verfasser betont, die Auseinandersetzung mit den Globalisierungstendenzen in der Berufsbildung spitze sich für die deutsche Politik darauf zu, auf die Ausbildungspolitik der Europäischen Union, besonders auf die der Kommission, zu reagieren. Die Kommission folge dem Paradigmenwechsel, der sich ganz grundsätzlich seit ca. fünfzehn Jahren vollziehe und der die subjektorientierten Lernziele Humanisierung, Demokratisierung, Partizipation verdränge und stattdessen die Berufsbildung auf eine Teilstrategie der Sozial- und Wirtschaftspolitik reduziere, die sich vorzugsweise an ökonomischer Effizienz orientiert. Den Gremien der Europäischen Union gelte daher das Ausbildungsmodell der Modularisierung als beispielhaft. Die Kritik an der modularen Berufsausbildung sei inzwischen jedoch massiv. Der deutschen Politik wirft der Verfasser vor, die Auseinandersetzung um dieses Thema nur defensiv zu führen. Es gebe keinen Grund, dem dual-korporatistischen Ausbildungsmodell die Zukunftsfähigkeit abzusprechen. (BIBB2)