Zur Zukunft der dualen Berufsausbildung in Deutschland

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Abstract

"Bosch analysiert die Entwicklungen der dualen Ausbildung als wesentliches Element der deutschen Berufsbildung unter Berücksichtigung der Schnittstellen zu angrenzenden Teilbereichen des Bildungssystems sowie zum Arbeitsmarkt. An der Schnittstelle zur Schule zeigt er auf, wie sich die Aufhebung der - im Schulsystem weiterhin - bestehenden Segmentation im Wettbewerb um Ausbildungsstellen zu Ungunsten der Hauptschüler auswirken und damit die Ausdifferenzierung des dualen Systems befördert. Parallelstrukturen wie die überbetriebliche Ausbildung und vollzeitschulische Ausbildung sowie ein massiv ausgebautes Übergangssystem flankieren das duale System mit dem Ziel, unversorgte Jugendliche aufzufangen und ihnen eine Perspektive zu bieten. Innerhalb des dualen Systems diagnostiziert er einen Modernisierungsschub in Richtung breiter auf moderne Formen der Arbeitsorganisation ausgerichtete Berufe. In Bezug auf die Schnittstelle zur Weiterbildung sieht Bosch über die geregelten Aufstiegsfortbildungen zu Meistern und Fachwirten eine enge Verknüpfung der Berufsbildung mit Karrieren ins mittlere Management. Er bedauert, dass die Arbeitsmarktpolitik trotz nachgewiesener guter Integrationserfolge kaum noch abschlussbezogenen Berufsausbildungen fördert. Dem von vielen Bildungspolitikern angestrebten Ausbau des tertiären Sektors auf das Durchschnittsniveau der OECD stimmt Bosch nicht zu, da eine echte Kompetenzlücke aus seiner Sicht nicht besteht. Das hohe Qualifikationsniveau in der beruflichen Bildung in Deutschland, verknüpft mit einer entwickelten Kultur der Weiter- und Aufstiegsfortbildung, erreicht häufig das Niveau der akademischen Bildungsgänge in anderen OECD-Ländern, was in entsprechenden internationalen Kompetenzvergleichen wie dem EQR und seiner nationalen Umsetzung im DQR Anerkennung finden sollte." (Hrsg., BIBB-Doku)

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