Innovative Arbeits- und Lernformen oder "alter Wein in neuen Schläuchen"? : das Beispiel der "Communities of Practice"

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Abstract

"Ausgehend von der aktuellen Konjunktur der sog. "Community of Practice" untersucht der Beitrag die Frage, inwiefern mit den unter diesem Begriff firmierenden Lern- und Arbeitsformen der Anspruch einer Neuerung im Kontext betrieblicher Bildungsarbeit bzw. unternehmerischen Wissensmanagements verbunden ist. Dazu werden drei Fallbeispiele aus dem Diskursfeld im Hinblick auf ihr inhaltliches Verständnis von 'Community of Practice' und auf die gewählten Begründungsmodi analysiert. Als Ergebnis wird konstatiert, dass die in den ausgewählten Texten genannten Merkmale und Prinzipien der 'Praxisgemeinschaften' keineswegs als pädagogische Innovation präsentiert werden. Vielmehr besteht die Neuerung in einer Operationalisierung der Erschließung von jenen individuellen wie organisationalen Lern- und Wissenspotenzialen, die im Bereich des Informellen liegen. Die dazu als Begründungsrahmen angeführten Referenzen lassen auf eine veränderte Deutung des Verhältnisses von MitarbeiterInnen, Unternehmen und Gesellschaft schließen - verbunden mit dem Risiko, dass vorhandene Konfliktzonen, Interessengegensätze oder Normfragen durch die Formalisierung der Herangehensweise aus dem Blick geraten." (Autorenreferat)

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