Beruflichkeit und wissenschaftliche Weiterbildung
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Abstract
Kaßebaum erläutert eingangs die Situation der wissenschaftlichen Weiterbildung an sich. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen Fachkräftemangel, Akademisierung, Prekarisierung befürwortet er das Leitbild der 'erweiterten modernen Beruflichkeit' der IG Metall, welches in Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen gesehen werden sollte. Die Beruflichkeit solle in Verbindung mit Bildung und Wissenschaft neu gedacht werden. Er entwickelt drei Thesen zu dieser Verbindung. Die 1. These lautet: Orientierung an beruflicher und wissenschaftlicher Handlungskompetenz. Die wissenschaftliche Weiterbildung solle zum einen sich als Institution eigene Standards setzen, zum anderen auf den Verwertungswunsch im Beruf hin zur beruflichen und wissenschaftlichen Handlungskompetenz eingehen. Dementsprechend lautet die 2. These Anforderung nach mehr sozialer und beruflicher Durchlässigkeit. Also eine stärkere Orientierung der wissenschaftlichen Erkenntnisse an den Berufsfeldern und den Erwerbsbiografien/Lernbiografien. Die 3. These lautet: wissenschaftliche Weiterbildung als Teil der Bildungsarchitektur, womit Kaßebaum eine erneute Diskussion über das Verhältnis von allgemeiner und beruflicher Bildung fordert. (BIBB-Doku)