Arbeitsplatzorientierte Grundbildung Erwachsener für Mitarbeitende in Metall- und Recyclingbetrieben - ein BMBF Forschungs- und Entwicklungsprojekt (Ende 2012 - 2015)

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Abstract

"Im Kontext neuester Studien weisen in Deutschland mehr als 14% erwerbstätige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Defizite im Bereich der Grundbildung auf (vgl. GROTLÜSCHEN/ RIEKMANN 2011 und 2012). In den Unternehmen steigen jedoch in Anbetracht des wirtschaftlichen Wandels und der demographischen Entwicklung die Anforderungen an die Erwerbstätigen: Bedienungsanleitungen müssen verstanden und umgesetzt werden, schriftliche Arbeitsanweisungen befolgt und branchenspezifische Formulare ausgefüllt und weiterverarbeitet werden. Arbeitsplatzorientierte Grundbildung stellt somit eine wesentliche Voraussetzung für die Sicherung des Arbeitsplatzes sowie die damit verbundene gesellschaftliche Teilhabe dar. Auch Anglizismen gewinnen zunehmend an Bedeutung; sie müssen richtig übersetzt und angewendet werden. Insbesondere im wirtschaftlichen Sekundärsektor, der vornehmlich das produzierende und verarbeitende Gewerbe umfasst, ist der Anteil funktionaler Analphabeten mit Grundbildungsbedarf unverhältnismäßig hoch. In Hilfsarbeiterpositionen sind z.B. bis zu 56 Prozent aller Beschäftigten im Metallgewerbe funktionale Analphabeten. In dem BMBF-Projekt DoQ - Dortmunder Grundbildungsqualifizierung (Verbundprojekt mit den Projektpartnern TU Dortmund und CJD Dortmund) - ist die Erforschung, Entwicklung und Evaluation von betriebsbezogener bzw. sektorspezifischer Grundbildung intendiert mit folgenden Kompetenzerweiterungen: Steigerung einer betriebs- und branchenspezifischen Handlungskompetenz für erwerbstätige Arbeitnehmer/-innen durch Entwicklung betriebsindividueller Lernmaterialien. Entwickelt werden sollen Lernangebote, die durch gezielte Arbeitsplatzanalysen den realen Bezug zur Arbeitswelt der Mitarbeitenden widerspiegeln. Als Umsetzungspartner fungieren Metallbetriebe im Ruhrgebiet sowie Recyclingbetriebe in Dortmund (ARBEITSPLATZORIENTIERTE ALPHABETISIERUNG 2012, 20)." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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