Ausbildungsreife als Ziel der Berufsorientierung?!
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185216
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Abstract
"Infolge des Einbruchs bei den Zahlen der nicht studienberechtigten Schulabsolventen und -absolventinnen, der Hauptklientel der dualen Ausbildung, hat sich der Ausbildungsmarkt zugunsten der Jugendlichen entwickelt, während Betriebe zunehmend mit Besetzungsschwierigkeiten zu kämpfen haben. Oftmals wird darauf verwiesen, dass diese Entwicklung Chancen berge, auch schwächere Jugendliche in die duale Ausbildung zu integrieren. Tatsächlich scheinen sich die Betriebe an diese neue Situation anzupassen. Die Sorge um den Nachwuchs ist gestiegen und das Klagelied um die mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger/-innen ist leiser geworden. Mit den veränderten quantitativen Verhältnissen scheinen die qualitativen Passungsprobleme zwischen den Anforderungen der Betriebe und den Qualifikationen der Jugendlichen jedoch nicht zu verschwinden; nach wie vor wird in Betriebsbefragungen die Ausbildungsreife der Jugendlichen kritisiert (DIHK, 2017). Aber was heißt es eigentlich, ausbildungsreif zu sein? Ist die unzureichende Ausbildungsreife der Grund dafür, dass Jugendliche am Übergang in die Ausbildung scheitern, so wie es häufig behauptet wird? Dieser Beitrag zielt darauf ab, den Begriff der Ausbildungsreife zu klären und die Vielschichtigkeit dieses Konstrukts aufzuzeigen." (Textauszug, BIBB-Doku)