Why has the share of training firms declined in Switzerland?
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131123
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Abstract
"Das berufliche Ausbildungssystem der Schweiz ist marktbestimmt. Der Anteil der ausbildenden Betriebe an allen Betrieben ist daher ein Indikator, der große öffentliche Aufmerksamkeit erfährt. Der Anteil ausbildender Betriebe sank von 1985 bis 2001 deutlich von 24,7 auf 17,6 Prozent. Dies wurde häufig als Beleg für eine abnehmende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe interpretiert. Mit Hilfe von Betriebszählungsdaten wird untersucht, ob sich die Abnahme im Anteil der ausbildenden Betriebe stattdessen mit einer Anzahl verschiedener unabhängiger Variablen erklären lässt. Neben Betriebsmerkmalen und regionalen Variablen berücksichtigen die Autoren auch - in der empirischen Literatur bisher vernachlässigte - angebotsseitige Variablen wie demographische Entwicklungen der relevanten Alterskohorten. Unter Anwendung von 'gepoolten' Probit-Modellen, 'Fixed-Effects'-Modellen und einer Zerlegung nach Blinder- Oaxaca lässt sich die Varianz im Anteil ausbildender Betriebe im Zeitablauf größtenteils erklären. Die wichtigsten Gründe für die Abnahme sind eine steigende Anzahl von Kleinstbetrieben, Veränderungen in der Industriestruktur, eine Abnahme der Jugendlichen sowie eine Zunahme der Gymnasiasten und Gymnasiastinnen. Aus diesen Entwicklungen und schließen die Autoren, dass sie keine ausreichenden Gründe für staatliche Eingriffe in den Ausbildungsmarkt liefern." (Autorenreferat, BIBB-Doku)