From hard work to heart work : emotionale Leistungsfähigkeit - kein Thema für die berufliche Bildung?
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Abstract
Moderne Arbeitsorganisationsformen und Produktionstechniken fordern und fördern zugleich emotional kompetentes Handeln im Arbeitsprozess, vor allem unter den Bedingungen von Gruppen- und Teamarbeit. Emotionale Kompetenz steht im Spannungsfeld von Ökonomie und Pädagogik, von betrieblichen Anforderungen einerseits und Chancen zur Persönlichkeitsbildung andererseits. Sie ist zu einem Mittel der Erfolgssteigerung geworden, persönlich, für die Teamarbeit und für das Unternehmen. Es ergeben sich somit Chancen und Notwendigkeit zugleich, diesen gegenüber der Kognition bisher vernachlässigten emotionalen Bereich der Persönlichkeitsbildung zum Gegenstand berufspädagogischer Bemühungen zu machen. Der Beitrag geht auf die aktuelle Diskussion um emotionale Kompetenz ein und stellt Chancen und Gefahren heraus. Gefahren des Leistungs- und Erfolgsrezeptes "emotionale Intelligenz" liegen insbesondere in seiner unkritischen Übernahme in pädagogische Konzepte der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Auffällig wenig thematisiert seien darüber hinaus ethische Grundhaltungen, die dem Schutz der Persönlichkeit in Trainings- und pädagogischen Prozessen dienen. (BIBB2)