Duale Bildungssituation in der Türkei
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Abstract
"Bildung ist für die türkische Wirtschaft und Geellschaft eine globale Herausforderung. Der grossen Quantität an Arbeitskraft steht in der Türkei eine geringe Qualität des gleichen Faktors gegenüber. Damit erhebt sich die berufliche Ausbildung zu einer unabdingbaren Voraussetzung nicht nur für das Gelingen des wirtschaftlichen Aufstiegs, sondern auch für die Schaffung von Abhängigen und unabhängigen Beschäftigungschancen sowie für die wirtschaftliche Sicherheit auf individueller Ebene. Diese Realität wurde auch von den Gesetzgebern in der Türkei erkannt. Durch die Einführung eines dualen Berufsbildungssystems ab dem Jahre 1977 und insbesondere seit 1986 soll auf dem Wege der Verbesserung der Ausbildung insbesondere der hohen Jugenarbeitslosigkeit in der Türkei entgegengewirkt sowie der wirtschaftliche Aufschwung des Landes beschleunigt werden. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über Form und Effizienz des türkischen dualen Berufsbildungssystems." (Autorenreferat, IAB-Doku) Um den schwerwiegenden Widerspruch zwischen der grossen Quantität und der niedrigen Qualität der Arbeitskräfte zu lösen, wurde zur Reformierung des türkischen Berufsbildungssystems 1986 das Gesetz zur Lehrlings- und Berufsausbildung erlassen. Trotzdem beträgt die Berufsausbildungsquote der Jugendlichen gegenwärtig erst 3,3 Prozent, d.h. dass das Berufsbildungssystem in der Türkei noch in den Anfängen steckt. Der Verfasser erläutert auf der Grundlage dieses Gesetzes die Grundzüge der dualen Ausbildung. Zur Umsetzung des Konzeptes des dualen Systems mussten entsprechende institutionelle, instrukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen geschaffen werden, auf die näher eingegangen wird, ebenso auf Zuständigkeiten und Kompetenzen von verantwortlichen Stellen. In zwei Tabellen wird die Verteilung der Auszubildenden nach Hauptberufsgruppen und Geschlecht sowie die zahlenmässige Entwicklung in der Berufsausbildung von 1979 an dargestellt. (BIBB)