Berufsbildende Schulen zwischen staatlichem Bildungsauftrag und regionalem Bildungsunternehmen
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143971
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Abstract
In vielen Bundesländern stehen Reformen auf der Tagesordnung, die den berufsbildenden Schulen mehr Freiraum für ein selbständiges und eigenverantwortliches Agieren einräumen sollen. Alle Beteiligten versprechen sich davon bessere Rahmenbedingungen für die Schul- und Unterrichtsentwicklung. Zu fragen ist, wie intensiv der Prozess hin zur selbständigen Schule verläuft, wem dieser Prozess dient und ob mit ihm auch eine Verbesserung der Unterrichtsqualität einhergeht. Kritische Stimmen vermuten hinter den Reformen eher die heimliche Absicht, Verantwortung an die Schulen abzugeben und dabei Ressourcen einzusparen. Vor dem Hintergrund der im Auftrag des BMBF durchgeführten Studie BEAGLE werden im Beitrag einige Aspekte der Länderreformen eingehender diskutiert und Entwicklungstendenzen skizziert. Aus den vielschichtigen Reformen kristallisieren sich Kernelemente heraus, die durch eine Verlagerung von Verantwortung in den Bereichen Steuerung, Bildung, Personal, Finanzen und Qualität gekennzeichnet ist. Von besonderem Interesse ist dabei die Bestimmung des neuen Verhältnisses zwischen Kontrolle durch den Staat und eigenverantwortlichem Handeln der berufsbildenden Schule. (BIBB-Doku)