Welche Bildung braucht die Informationsgesellschaft?
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Abstract
Der fortschreitende Übergang zur Informationsgesellschaft verlangt nicht nur eine quantitative Ausweitung von Investitionen in die Bildung, die Informationsgesellschaft konfrontiert die Bildungspolitik darüber hinaus mit völlig neuen qualitativen Anforderungen: Sie verlangt nach einer grundlegenden Neubestimmung und Neugestaltung von Bildung und Lernen. Der Autor vertritt die These, dass das vorhandene industriegesellschaftlich geprägte Bildungssystem den neuen Erfordernissen von Wirtschaft und Gesellschaft immer weniger gerecht werde und reformiert werden müsse. Informationen und Wissen, ihre Schaffung und kreative Nutzung werden zu Schlüsselfaktoren des gesellschaftlichen Wohlstands. Die Konsequenzen dieser Entwicklung sind vielfältig. Sie beziehen sich zum einen auf das Quantum des durch die Gesellschaft jährlich anzueignenden Wissens, zum anderen auf die Art und Weise der Wissensaneignung und damit auf die Ziele, Inhalte und Methoden von Bildung. Letzteres bedeutet Veränderungen vor allem für die Art der hauptsächlich zu vermittelnden Qualifikationen, das Verhältnis von Lernen und Arbeiten, die Orte und Institutionen des Lernens, die Zeiten des Lernens im Rahmen individueller Lebensbiographien sowie für die Rolle der Beteiligten in Bildungs- und Lernprozessen. Diese Konsequenzen beleuchtet der Autor anhand einiger Thesen näher. (BIBB2)