Berufsausbildung in Berliner Großbetrieben (1900 - 1920) : von der ökonomischen Rationalisierung zur wissenschaftlichen Rationalität
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131471
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Abstract
Der Beitrag beschäftigt sich mit den Entstehungsbedingungen industrieller Berufsausbildung in Berlin. Der Schwerpunkt wird dabei auf drei führende Unternehmen der für Berlin bestimmenden Elektroindustrie bzw. des Maschinenbaus gelegt, die jeweils in einem Bereich eine Pionierrolle gespielt haben: für die erste Werkschule (Ludwig Loewe & Co. AG), die erste Lehrwerkstatt (Siemens) und den ersten systematischen Lehrgang (AEG). Die Eingrenzung auf die Phase zwischen 1900 und 1920 ist darin begründet, dass bereits zu diesem Zeitpunkt die wesentlichen Elemente industrieller Ausbildung entfaltet sind, die dann in den 1920er Jahren einen höheren Allgemeinheitsgrad erreichten. Der Beitrag gliedert sich in die folgenden fünf Abschnitte: 1. Vorgeschichte: Den "Künstlerschlendrian abstellen! 2. "Amerikanische Methoden" - Wachstum und Rationalisierung als Kontext. 3. Selbst ausbilden! - Die Anfänge bei Loewe, Siemens, AEG. 4. Eine amerikanische Erfindung? - Lehrlingsausbildung in den USA vor dem ersten Weltkrieg. 5. Industrielle Psychotechnik - der Beginn verwissenschaftlicher Berufsausbildung in Berlin. Abschließend wird anhand von zwei Thesen die besondere Rolle Berlins in der Entstehungsphase industrieller Lehrlingsausbildung nochmals präzisiert. (BIBB-Doku)