Ansätze zur Weiterentwicklung des dualen Systems : neue Berufe und neue Prüfungen
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Abstract
Dem deutschen Ausbildungssystem werden mangelnde Flexibilität, eine zu hohe Starrheit, eine strukturelle Modernitätslücke und übertriebene Reglementierung vorgeworfen. Der Verfasser stellt beispielhaft anhand der Druck- und Medienberufe sowie der IT- Berufe ein neues Strukturkonzept für Ausbildungsordnungen vor, das im Bundesinstitut für Berufsbildung entwickelt wurde. Dieses Konzept geht von breiten Kernqualifikationen und darauf aufbauenden spezifischen Fachqualifikationen aus, wobei darüber hinaus zwischen Pflichteinheiten und neuen Wahlqualifikationseinheiten unterschieden wird. Die Wahlqualifikationseinheiten können aus einem (fachrichtungsspezifischen) Pool - je nach betriebsspezifischen Bedürfnissen - ausgewählt werden. Zusätzlich bilden die Wahlqualifikationseinheiten auch eine Struktur für die Anpassungsweiterbildung oder für Zusatzqualifikationen zur Erweiterung beruflicher Qualifikationen. Bei diesem Modell orientiert sich die Abschlussprüfung an der realen Arbeitssituation aus dem Betriebsalltag. Allerdings gibt es hier noch offene prüfungstechnische und -methodische Fragen. (BIBB2)