Berufliche Bildung in Übergangssystemen
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141273
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BIBB-Mitarbeiter
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Abstract
In seiner Rede vor der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke nimmt Manfred Kremer vor allem Stellung zur Zusammenarbeit des BIBB im Ausschuss für Fragen behinderter Menschen sowie die daraus entstandenen Aktivitäten. Es geht darum, mit speziellen Berufsbildungsangeboten dieser höchst heterogenen Zielgruppe einen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu öffnen. Die heutige Leitlinie der Förderung heißt 'Disability mainstreaming', d.h. die Einbeziehung der Behindertenperspektive in alle Stufen des politischen Prozesses. Die Leitlinien lauten 'Teilhabe statt Fürsorge' und 'Chancengleichheit statt Bevormundung'. Eine entscheidende Rolle spielen die berufsbildungspolitischen Kriterien 'Anschlussfähigkeit' und 'Durchlässigkeit'. Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen dürfen nicht als abgeschlossene 'Sondersysteme' gesehen und zementiert werden. Darüber hinaus haben auch zu viele Jugendliche ohne erkennbare Einschränkung den Zugang in eine Berufsausbildung nur mit Verzögerungen, teilweise auch gar nicht gefunden. Diese sind auf die teilqualifizierenden Bildungsgänge des Übergangssystems angewiesen. Trotz Rückgang der Schulabgänger wird sich die Schere zwischen Angebot und Nachfrage weiter öffnen, wenn die Politik nicht mit konzertierten Maßnahmen gegensteuert. Es muss eine kontinuierliche individuelle Begleitung insbesondere der Jugendlichen aus den Haupt- und Förderschulen sichergestellt werden. Hierfür sollten in allen Kommunen Mentorensysteme in Kombination mit regionalem Übergangsmanagement etabliert werden. (BIBB-Doku)