Ursachen für Ausbildungswechsel/-abbrüche in der Sekundarstufe II

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"Der Beitrag untersucht empirisch die Ursachen für Ausbildungswechsel und -abbrüche in der Sekundarstufe II in Österreich. Die multivariaten Analysen verdeutlichen, dass Passung und Resilienz relevante Einflussgrößen sind, die die Bildungslaufbahn von Jugendlichen beeinflussen können. Dennoch ist das Schätzmodell in seiner Gesamtheit nur unzureichend in der Lage, korrekte Vorhersagen zum Erfolg oder Mißerfolg zu treffen. Die extrahierten Einflussfaktoren wirken somit oftmals auf einer individuellen Ebene, sind jedoch nur begrenzt aussagekräftig zur Erklärung der Gruppenunterschiede. Der Autor kommt zu dem Schluss, dass dies auch als Bestätigung der aus der deskriptiven Analyse abgeleiteten Befunde interpretiert werden kann: Schul- und Ausbildungsabbruch, Bildungslaufbahn und Bildungserfolg sind in Österreich stark von 'Zufällen' geprägt." Die meisen Wechselnden erreichen zwar einen erfolgreichen Bildungsabschluss der Sekundarstufe II; damit verbunden ist aber zumeist der Wechsel von höheren (AHS, BHS) in mittlere Schulformen. Rund 30 Prozent aller Wechselnden (10 Prozent eines Alterjahrgangs) sind jedoch schlussendlich Drop-Outs. Die ausgeprägte (voll)berufliche Qualfizierungsstruktur der österreichischen Sekundarstufe II schlägt sich notwendigerweise in einer Vielzahl an Ausbildungswegen und -formen nieder. Verschärft wird das Problem durch eine offensichtlich nicht ausreichende Bildungs- und Berufsorientierung in der Sekundarstufe I. (BIBB-Doku)

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