Berufliche Bildung in der Bildungsberichterstattung
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Abstract
"Der Artikel behandelt im ersten Teil die methodischen Schwierigkeiten, die sich einer indikatorgestützten Bildungsberichterstattung im Feld der beruflichen Bildung stellen. 'Funktionale Heterogenität und institutionelle Zersplitterung' der Berufsbildung unterhalb der Hochschulebene führen zur mangelnden Kompatibilität der statistischen Datenquellen unterschiedlicher Träger. Die Bildungsberichterstattung systematisiert die schwer definierbare Berufsbildung in drei große Sektoren, die sowohl institutionell als auch funktionell unterschiedlich definiert sind: das duale Berufsbildungssystem, das Schulberufssystem und das Übergangssystem. Während die beiden ersten Berufsbildungssysteme eine qualifizierte Ausbildung vermitteln, ist das Übergangssystem dadurch definiert, dass es zu keinem Ausbildungsabschluss führt, vielmehr vielfältige Maßnahmen der Berufsvorbereitung anbietet und die Jugendlichen in Unsicherheit über ihre weiteren Ausbildungs- und Berufsperspektiven belässt. Das politisch brisanteste Ergebnis des Berufsbildungsteils der Bildungsberichterstattung liegt darin, dass sich die Neuzugänge zum Übergangssystem im letzten Jahrzehnt um 43 Prozent erhöht haben, so dass es annähernd gleichstark mit dem dualen System wird (beide ca. 40 Prozent der Neuzugänge). Im Schlussteil des Beitrags wird auf Forschungs- und Datengewinnungsstrategien eingegangen, auf die fehlenden Verlaufs- und Verbleibdaten, die für die künftige Bildungsberichterstattung so wichtig sind." (Autorenreferat)