(Industrie-)Soziologische Aspekte der Analyse kaufmännischer Berufe
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141767
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Abstract
Durch den organisatorischen und technischen Wandel und den Umbruch des deutschen Beschäftigungsmodells sind veränderte Anforderungen an kaufmännische Arbeit zu erwarten. Wie aber lassen sich solche Veränderungen der Anforderungsprofile am besten analysieren und welchen Beitrag leistet dazu die Industriesoziologie, zu deren klassischen Aufgabenfeldern der Wandel der Arbeit und ihrer Organisation zählt? Haipeter stellt dar, mit welchen theoretischen Modellen die Industriesoziologie die Entwicklung der kaufmännischen Arbeit seit den 1950er Jahren verfolgt hat und welche Rückschlüsse auf die Qualifikation der kaufmännischen Angestellten gezogen wurden. Er zeigt auf, wie die Angestelltensoziologie in den 80er Jahren in der Industriesoziologie aufgegangen ist und eine breite Debatte um die Entwicklung der Dienstleistungsarbeit geführt wurde. Seine industriesoziologische Herangehensweise stellt Fragen der Organisation der Erwerbsarbeit in das Zentrum des Erkenntnisinteresses und verknüpft diese mit dem Arbeitsmarkt, der Berufs- und Weiterbildung in der Dienstleistungsgesellschaft, um daraus Erkennisse für eine kaufmännische Berufstheorie entwickeln zu können. Der Beitrag schließt mit einem skizzenhaften Ausblick auf Kernelemente eines Forschungsprogramms zum Wandel kaufmännischer Berufe. (BIBB-Doku)