"Beruflichkeit 4.0" - Qualifizierung für die Arbeit heute und morgen: Herausforderungen und Handlungsoptionen
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Abstract
"In den aktuellen Diskursen im Kontext der Entwicklung von Arbeit wird immer wieder der Stellenwert von Qualifizierung und Weiterbildung betont, dabei wird aber - auch angesichts des bildungspolitisch intendierten Trends zur Akademisierung - nicht explizit die berufliche Bildung adressiert. Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass sich Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Regel an den betrieblichen - und vor allem an technischen - Bedarfen orientieren. Diese Konnotation des Diskurses entzieht sich allerdings dem Problem, dass angesichts der immer schnelleren Technikentwicklung - und das ist gegenüber anderen epochalen Veränderungswellen die wirklich neue Qualität dieser sogenannten "4. Industriellen Revolution" - nicht klar ist, welche inhaltlichen und fachlichen Qualifikationsanforderungen zukünftig konkret benötigt werden. Um die Perspektive der Berufsbildung einzuführen, werden im Folgenden zunächst kurz einige Systemprobleme des deutschen Berufsbildungssystems skizziert, in deren Kontext die aktuellen Herausforderungen und Problemlagen zu diskutieren sind (1). Im Anschluss daran richtet sich der Fokus auf Beruflichkeit, die als ein Konzept der Organisation von Arbeit, Erwerb und Qualifikation traditionell prägend für die Länder im deutschsprachigen Raum ist (2). In diesem Kontext erhält auch das Lernen in der Arbeit einen besonderen Stellenwert, da es individuelle Kompetenzentwicklung mit betrieblicher Organisationsentwicklung und Arbeitsgestaltung koppelt (3). Danach wird die Frage nach dem zukünftigen Stellenwert dieses Konzeptes für die Herausforderungen im Kontext des Wandels der Arbeit diskutiert (4) und mit einem Fazit (5) geschlossen." (Textauszug; BIBB-Doku)