Unterinvestieren Betriebe in berufliche Weiterbildung?
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162620
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Abstract
"Arbeitsmarktforscher vermuten, dass zu wenig in die berufliche Weiterbildung von Beschäftigten investiert wird, weil personengebundene Kenntnisse und Fertigkeiten eine allgemein zugängliche Ressource darstellen, die prinzipiell jedem Betrieb zur Verfügung steht. Diese Unterfinanzierungsproblematik müsste umso stärker hervortreten, je schlechter Qualifikationen, deren Entwicklung durch Betriebe finanziert wurde, vor der Verwertung durch andere Betriebe geschützt sind. Höhere Fluktuationsraten sollten sich demnach in einem geringeren betrieblichen Weiterbildungsengagement äußern; generelle Investitionen dabei stärker betroffen sein als spezifische. Auswertungen der BIBB-FluCT-Erhebung aus dem Jahr 2011 können diese Hypothesen für Betriebe in Deutschland jedoch nicht zweifelsfrei bestätigen." Im Rahmen der BIBB-FluCT-Erhebung wurden mittels einer geschichteten Zufallsstichprobe deutschlandweit 1.238 Betriebe mit mindestens fünf sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ausgewählt und telefonisch zu ihrem Weiterbildungsengagement und dem Abwanderungsverhalten der Beschäftigten im Jahr 2010 befragt. (Autorenreferat, BIBB-Doku)