Der Betrieb als Ausbildungsort für Jugendliche mit schlechteren Startchancen
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Abstract
Jugendliche mit einer außerbetrieblichen Ausbildung gelingt trotz ihrer hochwertigen Ausbildung der unmittelbare Übergang in Arbeit seltener als Jugendlichen nach einer dualen Ausbildung. Die Betriebe begründen dies damit, daß die Bedingungen der realen Arbeitswelt nicht simulierbar sind und den Jugendlichen damit ein zentraler Lern- und Erfahrungsbereich fehlt. Die Betriebe selbst haben sich in den letzten Jahren allerdings von der Berufsausbildung Benachteiligter oder Jugendlicher mit schlechteren Startchancen zurückgezogen. Eine Re-Aktivierung des dualen Systems für benachteiligte Jugendliche hätte neben den Vorteilen, die eine betriebliche Berufsausbildung per se bietet (breites Berufespektrum, Lernen unter den Bedingungen der Arbeitswelt, bessere Übernahmevoraussetzungen) auch eine Reihe von bildungs- oder förderpolitischen Chancen. Der Beitrag geht in diesem Zusammenhang auf drei Fragestellungen ein: 1. Welche strategischen Aufgaben sind zu lösen, damit Betriebe wieder Ausbildungsverantwortung für Benachteiligte übernehmen? 2. Wie sind diese Aufgaben zu lösen? 3. Mit welchen bereits vorhandenen Maßnahmen ist ein solcher Ansatz umzusetzen bzw. wo und für welche Leistungen in diesem Ansatz gibt es weiteren Förderbedarf? Abschließend werden die bildungs- und förderpolitischen Chancen der dualen Ausbildung für Benachteiligte dargestellt. (BIBB2)