Ein empirisch begründetes Bildungsmodell zur Förderung der kommunikativen Kompetenz in der Pflege
item.page.bibb.id
81065
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Viele Pflegesituationen sind kommunikativ schwierig bzw. defizitär und werden von Pflegenden wie Patienten auch so empfunden. Der Beitrag stellt ein Modell zur Förderung der kommunikativen Kompetenz in der Pflege vor, das speziell zum Einsatz im Rahmen der Aus- und Weiterbildung in den Pflegeberufen vorgesehen ist. Es Modell wurde aus einem Forschungsprojekt heraus entwickelt, das die Carl Gustav Carus Stiftung für psychosomatische Forschung, Zürich, sowie die Robert Bosch Stiftung, Stuttgart, von 1988 bis 2002 förderten und das beim Fach Pflegewissenschaften der Universität Osnabrück durchgeführt wurde. Das empirische Material, auf dem das Modell basiert, wurde in 5 nordwest- und südwestdeutschen Krankenhäusern erhoben in Form teilnehmender Beobachtungen und qualitativer Interviews. Beobachtet wurden Interaktionen in Pflegesituationen. Zu den Grundlagen des Modells gehören die Theorie der kommunikativen Kompetenz von Habermas, der sogenannte Lebensweltansatz (Husserl, Schütz/Luckmann, Habermas) sowie neuere Emotionstheorien. Seine pädagogische Verankerung hat das Modell in der kritisch-konstruktiven Didaktik (Klafki). Ausgehend von der Erkenntnis, dass Kompetenzerweiterung nicht einfach durch Wissensvermittlung und Training bestimmter Techniken erreicht werden kann, setzt das Modell bei der Idee des exemplarischen Erfahrungswissens an. Ziel ist die Erarbeitung alternativer Situationsverläufe sowie die Steigerung der Fähigkeit, schwierigen Situationen reflektiert, flexibel und sicher zu begegnen. (BIBB2)