Einige Zusammenhänge zwischen dem sozio-ökonomischen Status von Eltern, der Intelligenzhöhe ihrer Kinder und deren beruflichen Leistungen
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185662
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Abstract
"Wenn sich schulisch-berufliche Leistungen nicht so gut entwickeln, kommt heute gerne die Frage nach einer sozialen Benachteiligung der Betroffenen auf, weniger die nach ungünstigen personenbezogenen Voraussetzungen, z.B. intellektueller Art. Zu diesem Themenkreis sind in letzter Zeit mehrere Studien vor allem an sehr großen dänischen, amerikanischen und britischen, aber auch an einer deutschen Stichprobe veröffentlicht worden, die einige Aufschlüsse zur Beantwortung der Eingangsfrage bereitstellen. Es kann - mit einem Rückblick auf die Untersuchungen von Ernst Begemann, dem Vater des Konzepts der sozio-kulturellen Benachteiligung, aus den 1970er Jahren - empirisch belegt werden, dass der überaus bedeutsames sozio-ökonomische und kulturelle familiäre Hintergrund die Intelligenzentwicklung und die schulisch-berufliche Zukunft von Kindern keineswegs nahezu ausschließlich vorherbestimmt, wie es die Milieutheorie sieht. Bildungs- und soziale Statuserfolge werden nachweislich sogar (etwas) stärker von der kindlichen Intelligenz beeinflusst als von ihrem soziokulturellen Hintergrund. Die diskutierten Verhältnisse liegen also komplizierter, stehen in vielfältigen Wechselwirkungen, sorgen nicht zuletzt für den möglichen und nötigen pädagogischen Spielraum und sind Teil der eher sparsam geführten erziehungswissenschaftlichen Anlage-Umwelt- Debatte." (Autorenreferat; BIBB-Doku)