Zur Aktualität der Bildungsperspektive für die Berufs- und Wirtschaftspädagogik
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Frankfurt/Main
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Abstract
Der Verfasser geht der Frage nach, was die theoretische Orientierung an der Idee der Bildung für die Praxis beruflicher Aus- und Weiterbildung bedeuten kann, ob und wieweit sie auch heute noch sachdienlich oder sogar unumgänglich ist. Als zentrale Aufgaben der allgemeinbildenden Schulen werden genannt: Lebensvorbereitung, Stiftung kultureller Kohärenz, Weltorientierung, Anleitung zum kritischen Vernunftgebrauch, Entfaltung von Verantwortungsbereitschaft, Einübung in Verständigung und Kooperation, Stärkung des Schüler-Ichs. Der Verfasser arbeitet Gemeinsamkeiten zwischen der allgemeinen und der beruflichen Bildung mit Blick auf die Bildungsperspektive heraus und zeigt, dass viele Aspekte, die im Bereich der allgemeinen Bildung derzeit diskutiert werden, sich auf die berufliche Bildung übertragen lassen. Mit Bezug auf das Konzept der Schlüsselqualifikationen und die These von der Koinzidenz von ökonomischer und pädagogischer Vernunft werden drei Dimensionen eines Bildungskonzepts entwickelt: die Befähigung zur Teilhabe am Vorgefundenen, die Befähigung zur Erkenntnis über den eigenen Lebensraum hinaus und die Entfaltung des Menschlichen. Eine bildungstheoretische Perspektive könne davor bewahren, die berufliche Bildung ausschliesslich pragmatisch-utilitaristisch zu betreiben. (BIBB2)