Motivation am mediendokumentarischen Arbeitsplatz
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Abstract
In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung über die Motivation von Mediendokumentation zusammengefasst. Die Befragung wurde im Januar 1998 durchgeführt und bezog alle im Beruf tätigen Mediendokumentare ein (Rücklaufquote: ca. 50 %). "Befunde der Befragung: Mediendokumentare sind durch die Ausübung der mediendokumentarischen Tätigkeit hoch motiviert. Untermauert werden kann diese Interpretation der Ergenisse zusätzlich an dem Beispiel des stark ausgeprägten Bedürfnisses nach Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Betrachtet man zusätzlich die Ergebnisse zur Qualifikation, so belegen diese, dass sich Mediendokumentare selbst als ausreichend qualifiziert beurteilen. Beleuchtet man diese Aussage nun vor dem Hintergrund des Bedürfnisses nach Fort- und Weiterbildung, so kann hier die Vermutung aufgestellt werden, dass dieses Bedürfnis ausschliesslich aus dem Interesse am Beruf entsteht und weniger aus dem Bedarf an Qualifikationen. Wie die Analyse der Befragung aber auch aufzeigt, wird in den meisten Medienunternehmen nicht genügend auf die bedeutenden Bedürfnisse, wie beispielsweise die ausreichende Anerkennung der mediendokumentarischen Leistung und die Gleichstellung mit Redakteuren, eingegangen. Auch bleibt unter anderem der Faktor, der massgeblich motiviertes Verhalten bei Mitarbeitern induziert, nämlich die Verwirklichung der individuellen beruflichen Ziele, für manchen Mediendokumentar unbefriedigend. Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen, dass der ausreichende Einsatz von motivierenden Faktoren von Unternehmensseite her vernachlässigt wird. Die Untersuchungsergebnisse, die im unternehmerischen Kontext zu betrachten sind, liegen rangmässig überwiegend im negativ bewerteten Bereich". (IAB2)