Weiterhin steigender Lehrstellenbedarf in der Bundesrepublik Deutschland

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Untersucht wird die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den alten und neuen Ländern. In einer Modellrechnung wird der mittelfristige Bedarf an Ausbildungsplätzen und neuen Verträgen schulabgängerbezogen mit Hilfe von Übergangsquoten entwickelt. Der Bedarf wird auch bevölkerungsbezogen berechnet. Nach der Modellrechung wird die Zahl der Auszubildenden sowohl in West- als auch in Ostdeutschland zunehmen. Im Ausbildungsjahr 2004/05 wird sie in den alten Ländern mit rund 1,5 Millionen Lehrlingen um rund 280 000 Jugendliche und in den neuen Ländern mit etwa 390 000 Auszubildenden um rund 40 000 Jugendliche höher sein als 1995. In Westdeutschland wird der Bestand in den nächsten vier, in Ostdeutschland in den nächsten zwei Jahren deutlich steigen, wenn infolge stärkerer Jahrgänge mehr Jugendliche eine Ausbildung beginnen. Wird zudem berücksichtigt, dass nach beendeter Ausbildung ein Teil der freien Plätze infolge gesunkener Ausbildungsbereitschaft, wegfallender Ausbildungsmöglichkeit oder Betriebsschliessung verloren geht, dann ist erkennbar, dass durch die nach Lehrabschluss zur Verfügung stehenden Plätze der Bedarf an neuen Verträgen allein nicht gedeckt werden kann. (BIBB2)

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