Selektionsmechanismen im beruflichen Bildungssystem - Chancenungleichheit als Prinzip?

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"Im Beitrag wird anhand ausgewählter Beispiele gezeigt, wie in der beruflichen Bildung Selektionsmechanismen wirken und wie sich Ungleichheit durch die Koppelung von Selektion und Qualifikation bzw. Selektion und beruflicher Sozialisation im Zeitablauf noch verstärkt. Entsprechende Fehlentwicklungen werden sowohl beim Übergang von allgemeinbildenden Schulen in die Berufsausbildung (erste Schwelle) bzw. von der Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt (zweite Schwelle) als auch bei der Weiterbildungsbeteiligung sichtbar. Zur Erklärung des Zusammenhangs zwischen Bildungsbeteiligung und sozialer Herkunft werden primäre Effekte (Schulleistung und soziale Schicht) sowie sekundäre Effekte (Bildungsbeteiligung und schichtspezifische Bildungswahlentscheidung) diskutiert. Schließlich werden mit Hilfe einer Analyse von knapp 300 Stellenanzeigen Anforderungen und Erwartungen von Ausbildungsplatzanbietern verdeutlicht. Erwartungsgemäß variieren die geforderten fachlichen und überfachlichen Kompetenzen je nach Bildungsabschluss und Ausbildungsberuf beträchtlich. Die Befunde der Stellenanzeigenanalyse unterstreichen die These der Chancenungleichheit." (Autorenreferat)

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