Im Doppelpack
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Abstract
Konkrete Zahlen kann zwar weder das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung noch das Statistische Bundesamt vorweisen, dennoch begegnet man auf dem akademischen Arbeitsmarkt Menschen, die zweimal studiert haben und in beiden Berufen tätig sind. Ob die Anzahl derjenigen Studenten, die die Universität mit zwei Abschlüssen verlassen, allerdings wirklich "irrelevant" ist, wie Karl-Heinz Minks vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover behauptet, ist bis jetzt nicht nachgewiesen worden. Denn die Mitarbeiter des HIS beobachten lediglich die berufliche Entwicklung deutscher Hochschulabsolventen während der ersten fünf Jahre nach dem Examen. Viele akademische Doppelberufler beginnen ein zweites Studium aber erst, wenn sie sich mit der ersten Ausbildung beruflich etabliert haben. Aus diesem Grunde werden die meisten Akademiker mit zwei Studienabschlüssen von der Statistik nicht erfasst. Die meisten Universitäten lassen Doppel- oder Zweitstudien nicht ohne weiteres zu. Bayern und Sachsen erheben für ein Zweitstudium inzwischen Gebühren von 1000 Mark pro Semester. Dass das Arbeiten in zwei Berufen überhaupt möglich ist (nach zwei erfolgreichen Studienabschlüssen), wird an einem konkreten Beispiel eindrucksvoll geschildert. (HoF/Text teilweise übernommen).