Schriftsetzerinnen und Maschineneinführungsstrategien im 19. Jahrhundert
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108279
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Frankfurt am Main u.a.
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Abstract
Am Beispiel des Druckgewerbes lässt sich die Einbeziehung und Ausgrenzung von Frauen in einzelnen Berufsbereichen sehr anschaulich konkretisieren. "Dass Frauen die ersten waren, die an den um die Mitte des letzten Jahrhunderts entwickelten Setzmaschinen arbeiteten, weil Unternehmer wie Setzer dieser technischen Neuerung zunächst überaus skeptisch gegenüberstanden, dass Frauen aus den gebildeten Schichten, die über Sprach- und Orthographiekenntnisse verfügten, die Funktion von 'Pionierinnen der technischen Entwicklung' übernommen haben, ist auch in der berufsständischen Geschichtsschreibung in Vergessenheit geraten. Was diese - wie das Klischee des 'Männerberufs Schriftsetzer' - prägte, war erst die Phase der Konsolidierung. Nachdem die Maschinen genügend Beweise ihrer Leistungsfähigkeit erbracht hatten und ihr Einsatz nicht mehr aufzuhalten war, nachdem der Maschinensatz zum Gegenstand tariflicher Vereinbarungen und in diesem Zuge zu einem besserbezahlten Beruf wurde als der veraltete Handsatz, nachdem gerade das Technische am Maschinensatz als besonders schwierig und wenig später als besonders männlich galt, wurden die Frauen aus dem Gewerbe (seinem Selbstverständnis und seiner Geschichtsschreibung) wieder verdrängt. Zumal für sie inzwischen die - zugleich mit der Setzmaschine entwickelte - Schreibmaschine bereitstand." (IAB2)