Prekäre Übergangsverläufe : Entstehungsbedingungen risikobehafteter Übergänge ; Bericht einer qualitativen Studie im Rahmen des Münchner Schulabsolventenlängsschnitts
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174023
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München
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Abstract
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich die Übergangsphase zunehmend verlängert und ausdifferenziert. Insbesondere für Haupt- und Förderschulabsolvent(inn)en gestalten sich die Übergänge in Ausbildung und Erwerbstätigkeit schwierig. Die Biografien der jungen Erwachsenen, die sich in prekären Verhältnissen befinden, sind häufig durch Belastungserfahrungen und kritische Lebensereignisse geprägt. Das Forschungsprojekt 'Prekäre Übergangsverläufe' widmet sich dem Gelingen und Misslingen von Übergängen in Ausbildung und Erwerbsarbeit von ehemaligen Haupt- und Förderschülern. Es handelt sich um eine qualitative Studie, die im Rahmen des Münchner Schulabsolventenlängsschnitts durchgeführt wurde und die Entstehungsbedingungen risikobehafteter Übergänge aus Sicht der jungen Menschen und somit aus Akteursperspektive näher analysiert. Dabei wird der Rolle des sozialen Umfelds (z.B. Eltern und Peers), von Gatekeepern sowie individuellen Ressourcen, Motivationslagen, Handlungsmöglichkeiten und Bewältigungsstrategien im Übergangsgeschehen nachgegangen. Von besonderem Interesse ist dabei: Wo erfolgen wichtige Weichenstellungen? Wie nehmen Jugendliche diese wahr? Wie entscheiden sie in diesen Situationen? Welche Unterstützung finden Sie bei Dritten (Wegbegleitern)? Welche Übergangserfahrungen machen die jungen Erwachsenen und wie verarbeiten sie diese? Wie treffen sie Entscheidungen? Aus den Ergebnissen der Interviews wurden Handlungsempfehlungen herausgearbeitet, die als kommunale Unterstützungsangebote gemeinsam mit den Bildungsakteuren im Übergang Schule - Beruf umgesetzt werden sollen. So soll eine intensivere Begleitung bei der Ausbildung und die Weiterentwicklung der Unterstützungsstrukturen zum Gelingen der Integration in Ausbildung und zu einem erfolgreichen Ausbildungsverlauf beitragen. (BIBB-Doku)