Chancen und Risiken einer Modularisierung der Berufsausbildung
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81191
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Weinheim
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Abstract
In den letzten Jahren wird sowohl von Seiten der Soziologie wie auch der Berufs- und Wirtschaftspädagogik auf Diskontinuitäten im Zusammenhang mit dem Prinzip der Beruflichkeit hingewiesen. Der Übergang von einer berufs- und funktionsbezogenen hin zu einer prozessorientierten Arbeitsorganisation führe zu einem Verlust der inhaltlichen Funktionalität des Berufsprinzips. Der Autor argumentiert dafür, dass es durchaus flexiblere Formen der beruflichen Qualifizierung geben sollte und könnte, jedoch nicht um den Preis einer Eliminierung des Berufsprinzips. Anhand eines Vergleichs mit dem englischen Ausbildungssystem zeigt er auf, dass in einem Land wie Grossbritannien, wo sich die Berufsbildungspolitik seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten der Idee des kompetenzorientierten Qualifizierens und Zertifizierens verschrieben hat, mitnichten von einer kopierwürdigen Alternative zur berufsförmigen Ausbildung gesprochen werden kann. Vor diesem Hintergrund plädiert der Autor gleichzeitig für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Modularisierungsbegriff, die dazu beitragen könnte, das Thema "Flexibilisierung der Berufsbildung" auch in Deutschland "konsensfähiger" zu machen. (BIBB2)