Eintritt in den Arbeitsmarkt

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Abstract

Der Übergang vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt bringt sowohl aus individueller als auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht eine Reihe von Problemen mit sich. Um diese durch entsprechende Institutionen und Maßnahmen reduzieren zu können, ist die Kenntnis der genauen Mechanismen nötig, die zu einem erfolgreichen oder problembehafteten Arbeitsmarkteintritt führen. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag die Determinanten der Erstplatzierung auf dem Arbeitsmarkt beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die dem Arbeitsmarkt vorgelagerten Faktoren, insbesondere Bildungsinstitutionen und sozialstrukturelle Unterschiede zu Ungleichheiten bei der Erstplatzierung führen. Grundsätzlich lassen sich unterschiedliche Dimensionen des Platzierungserfolgs unterscheiden: erzieltes Einkommen, Berufsprestige, Inhalte der Tätigkeit, die Arbeitsplatzsicherheit oder die Dauer bis zum Antritt des ersten Jobs. Der Beitrag konzentriert sich auf die Frage der Erwerbstätigkeit an sich - ob und wann eine Arbeit angetreten werden kann und wie stabil diese Beschäftigungsverhältnisse am Beginn der Berufskarriere sind. Die dafür einsetzbaren theoretischen Konzepte werden zunächst diskutiert und mit vorliegenden empirischen Befunden zum Eintritt in das Erwerbsleben (getrennt nach Qualifikationsstufen) kontrastiert und abschließend mit einer Übersicht über die existierenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen beendet. Fazit: 1. Individuell verfestigen und verstärken sich ungleiche Chancen und Ergebnisse der sozialen Herkunft und des Bildungserwerbs und führen zu starken Pfadabhängigkeiten für die weitere Berufsbiografie. Dabei spielen institutionelle Schließungsprozesse eine zentrale Rolle, über die der berufliche und damit soziale Aufstieg ohne entsprechende schulische und berufliche Qualifikationen erheblich erschwert wird. Ein besonderes Problem stellen die Jugendlichen ohne Berufsabschluss dar, deren berufliche Chancen sich weiter verschlechtern werden. 2. Die wenigen verfügbaren Befunde zur aktiven Arbeitsmarktpolitik zeigen, dass auf diese Entwicklung über entsprechende Maßnahmen zwar Einfluss genommen werden kann, dieser jedoch eng begrenzt ist. 3. Bei aller Deutlichkeit dieser Befunde gibt es immer noch erhebliche Forschungsdefizite im Hinblick auf die Mechanismen des Arbeitsmarkteintritts - sowohl für theoretische Erklärungsversuche als auch die empirische Forschung. (BIBB-Doku)

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