Berufsbildung in der Bauwirtschaft : Qualität, Innovation, Leistungsfähigkeit
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Abstract
Die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft ist kaum mit einer anderen Branche vergleichbar. Sie ist einer der größten Anbieter von Ausbildungsplätzen und geprägt durch Kleinbetrieblichkeit, hohe Spezialisierung, die Besonderheiten nicht stationärer Baustellenarbeit und die Ausdifferenzierung in mehr als 40 Ausbildungsberufe. Auf diese besonderen Anforderungen und Bedingungen wurde in der Bauwirtschaft mit einer gestuften Ausbildung, einer umfängliche Etablierung und Einbindung von überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜBS), einer Umlagefinanzierung, einer Kooperation der Sozialpartner und Integration der Lernorte sowie didaktischer Ansätze reagiert. Die Stufenausbildung Bau, die in den frühen 1970er Jahren konzipiert und beschlossen wurde, sichert mit ihrer modernen und leistungsfähigen Grundstruktur immer noch die Berufsvorbereitung kompetenter Fachkräfte. Deren Polyvalenz kann eine gute Grundlage für die im komplexen Bauprozess erforderliche Schnittstellenkompetenz sein. Der Autor weist aber auch darauf hin, dass eine moderne und intelligente Ausbildungsstruktur die gewünschte Ausbildungsqualität nicht zwangsläufig nach sich ziehe. Vielmehr müssen die Prinzipien der Stufenausbildung lebendig gehalten werden - eine integrierte breite Grundbildung und erst sukzessive Spezialisierung. Im Beitrag werden die besonderen Ausbildungsbedingungen und die Ausbildungsstruktur in der Bauwirtschaft dargestellt und die zukünftigen Anforderungen an die Berufsausbildung erläutert. (BIBB-Doku)