Wieviel Reform braucht die berufliche Bildung? : Novelle des Berufsbildungsgesetzes

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Das duale Ausbildungssystem gerät durch die Veränderungen im tertiären Sektor (Einführung gestufter Studiengänge) doppelt unter Zugzwang. Neben den generellen Rahmenbedingungen ändern sich auch die Schnittstellen und Abgrenzungen zum tertiären Sektor, der sich in Richtung dualer, praxis- und berufsintegrierender Konzepte entwickelt und damit das bisherige Alleinstellungsmerkmal der betrieblichen Ausbildung relativiert. Der Beitrag untersucht, welche gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen die Arbeitswelt verändern und wie das duale Bildungssystem darauf reagieren sollte. Es werden vier Haupttrends herausgearbeitet, die als Gradmesser für die Gesetzesnovelle dienen könnten: 1. Internationalisierung und Globalisierung des Arbeitsmarktes, 2. Trend zu Höherqualifizierung, 3. Entstehung neuer Branchen und Geschäftsfelder, 4. Notwendigkeit zum lebenslangen Lernen. Fazit der Autorin: Eine Überarbeitung des Gesetzes sei sinnvoll, da sich sowohl die Bedingungen in der Wirtschaft als auch der tertiäre Sektor verändern. Der Entwurf sei jedoch ein etwas zaghafter Schritt in die richtige Richtung. Einige Änderungen erwiesen sich nicht als richtungweisende Innovationen, sondern als Verwässerung eines nach wie vor guten Grundkonzeptes. (BIBB2)

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