Kollegiale Teamarbeit als Perspektive für innovative Lehrerbildung
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123803
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Abstract
Erkenntnisse aus dem bundeweiten Modellversuch "Qualitätsentwicklung in beruflichen Schulen" (QUABS) deuten darauf hin, daß die Kernzone schulischer Qualität, der Unterricht, mit Qualitätsmanagement-Instrumentarien nur schwer erreicht werden kann. Dies hängt in erheblichem Maße mit der individualistischen Arbeitsweise von Lehrern zusammen. Als möglicher Lösungsansatz etablierten sich im Modellversuch kollegiale Teams, die Unterricht gemeinsam planen, vorbereiten und evaluieren können. Als Hauptmotivation der Lehrer, in pädagogischen Teams zu arbeiten, werden eine Erhöhung der Effizienz, die Umsetzung des Lernfeldkonzepts, ein Zugewinn an Autonomie, die eigene Weiterentwickung sowie die Aufhebung der beruflichen Isolation genannt. Da kollegiale Teamarbeit sowohl aus Lehrersicht als auch für die innere Schulentwicklung Gewinnpotenziale aufzuweisen scheint, steht ein derartiger Ansatz im Zentrum des aktuellen bayerischen Modellversuchs "Adressatenbezogene Qualifizierung und Attraktivitätssteigerung des Lehrerberufs an beruflichen Schulen" (AQUA). Durch die funktionale Qualifizierung von angehenden Lehrern in kollegialen Teams direkt in den Schulen wird erprobt, ob sich diese Form der Arbeitsorganisation in der Ausbildung bewährt, welche Erfahrungen die darin integrierten Individuen machen und ob damit auch Rückwirkungen auf das schulische Gesamtumfeld stattfinden. (BIBB2)