Ostdeutsche Jugend in der Wertekrise : zur sozialen Konstruktion eines Stereotyps und seiner Funktion in der Bildungsdebatte
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Abstract
"Um die Notwendigkeit einer 'neuen' Werteerziehung zu begründen, wird in der aktuellen Bildungsdebatte das Stereotyp von der 'politischen Werte- und Orientierungskrise der ostdeutschen Jugendlichen' in Anspruch genommen. Dabei wird angenommen, die Jugendlichen hätten jene in der ideologischen Erziehung in der DDR intendierten Werte auch verinnerlicht. Im Beitrag wird den Formen nachgegeben, in denen die Schüler sich zu diesen Inhalten verhielten, ohne sie dabei zu verinnerlichen. Wenn neuerlich versucht wird, den Schülern materielle Werte nahezubringen, so dementiert dies nicht nur den normativen Sinn, der in die bürgerliche Ordnung eingelassen ist, sondern schliesst zudem auf eigentümliche Weise an die in der DDR herrschende Erziehungsvorstellung an." (Autorenreferat, IAB-Doku)