Professionalisierung des betrieblichen Bildungspersonals 1752 - 1996

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Böhlau

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Köln

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Abstract

Der Autor dokumentiert unter Einbeziehung von Originalquellen den Professionalisierungsprozess des betrieblichen Ausbildungspersonals. Eine historisch-systematische Ausbilderforschung, die sich auf eine differenzierte Typologie, auf Aus- und Weiterbildungsnotwendigkeiten, auf Fragen der Tätigkeitsstrukturen, der Arbeitssituation, des Berufsbewusstseins, der Autonomie der Berufsausübung bezieht, existiert nach Auffassung des Autors nur in Ansätzen. Im Verlauf der bisherigen Geschichte betrieblicher Ausbildungstätigkeit haben sich infolge der durch den Wandel der Arbeitsbereiche notwendig gewordenen neuen Ausbildungsformen die Tätigkeitsprofile betrieblicher Ausbilder weiter ausdifferenziert und vielschichtig entwickelt. Es handelt sich bei den Ausbildern um einen sehr heterogenen Kreis, zu dem Betriebsinhaber ebenso gehören wie Führungspersonen und Fachkräfte an Arbeitsplätzen. Vor allem der in Grossbetrieben feststellbare hohe Grad an Institutionalisierung beruflicher Aus- und Weiterbildungsprozesse haben "Ausbildertypen" mit sehr unterschiedlichen Aufgabenzuweisungen und den damit verbundenen Mentalitäten hervorgebracht. Nur vor dem Hintergrund, dass es sich bei der Ausbildertätigkeit um eine spezifische, aus dem Facharbeiterberuf herausentwickelte Tätigkeit handelt, lassen sich bestehende Professionalisierungsdefizite erklären. Nicht der bisher erreichte formale Professionalisierungsstand der Ausbildertätigkeit stellt sich in erster Linie als Voraussetzung für die Qualität der Berufsausbildung dar, bedeutsamer scheinen vielmehr die sich verändernden Bedingungen dieser Tätigkeit zu sein, die eine adressatenbezogene Entwicklung induzieren und bei der objektive Lerninteressen Bezugspunkte sind. In einem einleitenden Beitrag werden die einzelnen Dokumente analytisch gewertet. Die Quellen und Dokumente werden in folgenden Abschnitten inhaltlich zusammengefasst: 1. Das Aufbrechen des Imitatio-Prinzips und die ordnungsrechtlichen Aktivitäten als Reaktion auf die der Gewerbefreiheit zugeschriebenen Qualitätsverschlechterung der Lehrlingserziehung, 2. Ausbildung in Industriebetrieben und erste Ansätze zur Professionalisierung der betrieblichen Ausbildungstätigkeit, 3. Zur Auswahl und Ausbildung der Ausbilder vor Erlass des Berufsbildungsgesetzes, 4. Rechtliche Regelungen und Empfehlungen, 5. Funktion, Tätigkeitsstruktur, berufspädagogische Orientierung und Handlungsfreiheit des betrieblichen Ausbildungspersonals, 6. Handlungsregulierende Vorgaben - Leitziele und Verhaltensregeln und 7. Konzepte zur Aus- und Weiterbildung des betrieblichen Ausbildungspersonals. Eine Auswahlbibliographie mit weiteren Literaturquellen zum Thema vervollständigt die Publikation. (BIBB2)

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