Weiterbildung im internationalen Handelsregime: GATS
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Abstract
Für das Bildungswesen gelten seit 1994 die Regeln des internationalen Dienstleistungsabkommens GATS (General Agreement on Trade in Services). In den laufenden GATS-Verhandlungen betreffen die meisten Marktöffnungsforderungen der europäischen Handelspartner im Bildungsbereich die Weiterbildung. Diese wurde zwar bereits weitgehend für ausländische Anbieter geöffnet, jedoch nur im Bereich der privat finanzierten Bildungsdienstleistungen. WTO-Mitglieder stellen nun Forderungen zur weiteren Liberalisierung des Bildungssektors einschließlich der Weiterbildung. Inbesondere die USA fordern von der EU die Aufhebung dieser Beschränkung. Sie verlangen zudem, daß die staatliche Finanzierung der Weiterbildung GATS-konform gestaltet wird. Brasilien fordert darüber hinaus erleichterten Zugang für Lehrpersonal. Die Autoren geben den Verhandlungsstand kurz wieder und loten seine potenziellen Auswirkungen aus - die Folgen für ausgewählte Angebote und Träger und die Umstellung der öffentlichen Finanzierung. (BIBB2)