Behinderungen beim Übergang von der Schule ins Erwerbsleben : Expertenberichte aus drei deutschsprachigen Ländern
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131098
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Verl. Pestalozzianum
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Zürich
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Abstract
Behindertenpolitik, die die Phase des Übergangs Jugendlicher zwischen Schule und Beruf unterstützen soll, ist ein weithin unerforschtes Thema. Verlässliche Informationen über den Bildungserfolg oder zu den Bildungsverläufen behinderter Jugendlicher im Übergang sind kaum verfügbar; bis heute gibt es keine Behinderungsbezeichnungen, welche systemübergreifend kohärent benutzt werden. Die vorliegende Arbeit untersucht in einem systematischen Vergleich die Praxis der drei deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich, Schweiz im Hinblick auf die Förderung Jugendlicher mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten. Gegenstand sind die Bereiche Arbeitsmarkt, Bildung und soziale Sicherung. Die relative Ähnlichkeit der Berufsbildungssysteme bietet hierfür eine gute Grundlage. Analysen weisen auf zentrale Problemstellungen und -diagnosen hin. Für alle drei Länder werden die Situation, die allgemeinen Rahmenbedingungen, Regelungen, aktuelle Veränderungen auf gesetzlicher Grundlage sowie umfangreiche Statistiken aufgeführt. Übereinstimmend für die drei Länder werden folgende Empfehlungen abgegeben: Die Implementation bereits entwickelter, bewährter Maßnahmen zur Einbindung jugendlicher Behinderter in duale Ausbildungsgänge soll vorangetrieben werden. Flankierend sollten Ausbildungsverbünde zwischen geschützten Werkstätten und Betrieben der freien Wirtschaft geschaffen werden. In Deutschland wird schon versucht, außer- und innerbetriebliche Ausbildung stärker zu verzahnen, um einer dauerhaften Stigmatisierung der benachteiligten Jugendlichen entgegenzuwirken. Betriebliche Ausbildner sollten für die Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse der behinderten Jugendlichen systematisch durch dafür geeignete Ausbildungsträger geschult werden. Durch 'Modularisierung' der arbeits- und berufsrelevanten Qualifizierungsmaßnahmen können kompatible Module als vollgültige Bausteine einer gestuften beruflichen Bildung mit jeweils anerkanntem Abschluss geschaffen werden. Zur Verbesserung der Akzeptanz der erbrachten Leistungen sollten alle diesbezüglichen Zertifikate neu gestaltet werden. Angeraten wird auch eine Verbesserung der Kooperation zwischen den beratenden Diensten sowie zwischen Schulen, Einzelbetrieben, Innungen und Kammern. (BIBB-Doku)