Wissen als Bestandteil berufsbezogener Problemlösekompetenz - nicht weniger, aber auch nicht mehr!
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Abstract
Seit Mitte der 1990er Jahre ist im beruflichen Prüfungswesen ein deutlicher Trend zur Abkehr von reinen Reproduktionsfragen und damit verbunden zur Hinwendung zu praxisnahen Prüfungsformaten erkennbar. Das Hauptziel dieser Praxis war und ist es, Prüfungsansätze zu entwickeln, die stärker an den beruflichen Anforderungen orientiert sind. Umgesetzt wurde dieser Ansatz im schriftlichen Prüfungsbereich vor allem durch die Entwicklung so genannter Situationsaufgaben. Die Autorin des vorliegenden Beitrags konstatiert eine unzureichende Ausschöpfung des prinzipiell vorhandenen kompetenzdiagnostischen Potenzials von situativen berufsbezogenen Problemaufgaben. Vor diesem Hintergrund zielt ihr Beitrag darauf ab, die Qualität von Situationsaufgaben voranzutreiben. Dazu wird ein inferentieller Ansatz zur Erhellung der beim selbstständigen Verstehen, Analysieren und Beurteilen beruflicher Situationen zu vollziehenden Prozesse vorgestellt. (BIBB-Doku)