Berufliche Qualifikation als Studienbefähigung? - Erfahrungen aus der ehemaligen DDR
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Abstract
Für die positiven Ergebnisse der Möglichkeit des Studienganges von Nichtabiturienten in der ehemaligen DDR sieht die Verfasserin unterschiedliche Gründe. Einer besteht darin, dass berufliche Bildung und beruflich-soziale Erfahrungen mehr als nur allgemeinbildende Komponenten enthalten. Vielmehr ruft der Wechsel von schulischer zu nichtschulischer bzw. betrieblicher Lebenswelt einen solchen Umbruch in den Lebenswerten hervor, dass in dieser Reflektion veränderte innere Dispositionen zum Ausgangspunkt sozialen Handelns werden. Vor diesem Hintergrund erklären sich die erwiesenen Studierfähigkeiten. Mit Blick auf die Diskussion um doppeltqualifizierende Bildungsgänge bzw. um Anerkennung von beruflicher Bildung für den Zugang an die Hochschulen ist diese Komponente zu berücksichtigen. Abhängig von Niveau und Charakter der jeweiligen beruflichen Qualifikation und der diesbezüglichen Erfahrung ist abzuwägen, in welchem Umfang weiter allgemeinbildende Qualifikationen erforderlich sind oder nicht. Unstrittig ist aber wohl, dass berufliche Bildung in jedem Fall auch einen hohen Beitrag zu studienberechtigten Qualifizierungen leistet. (BIBB2)