Selbstlernprozesse als Motor der betrieblichen Wissensbasis : Frühjahrstagung der Kommission Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (1998, Hamburg)
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Opladen
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Abstract
Für die Wirtschaftspädagogik ergeben sich im Kontext des Wissensmanagements ganz spezifische Herausforderungen. Die kaufmännischen Berufstätigkeiten sind gekennzeichnet durch eine wissensförmige Praxis, die Fragen der Gestaltung von Lehr- Lernprozessen in, durch und für diese wissensförmige Praxis aufwerfen. Daneben sieht sich die Wirtschaftspädagogik einem quantitativen Bedeutungszuwachs ihres Referenzfeldes gegenüber. Drei Fragen stehen im Mittelpunkt des Beitrages: Welche Funktionen erfüllen individuelle Lernsubjekte im Rahmen der betrieblichen Wissenstransformation und -genese? Welche Art von Lernfähigkeit von betrieblichen Mitarbeitern wird im Kontext des Wissensmanagements gefordert? Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Sichtweise des Betriebes als wissensbasiertes System für die Gestaltung betrieblicher Bildungsarbeit? Fazit der Verfasserin: Individuelle Selbstlernprozesse sind Kernprozesse organisationalen Lernens und können als Motor einer betrieblichen Wissensbasis betrachtet werden. Zu fragen ist, ob die Mitarbeiter über diese anspruchsvollen Kompetenzen verfügen, ob diese Selbstlernprozesse auch für Bildungsprozesse im Sinne einer Förderung der Persönlichkeit genutzt werden können und wie in beruflicher Aus- und Weiterbildung Mitarbeiter darauf vorbereitet werden können. (BIBB2)